Aktuell:
01.03.2010
"Die
Wege des Herrn sind lauter Güte und Treue für
alle, die seinen Bund und seine Gebote halten." Psalm
25,10
Unsere
menschliche Hilflosigkeit wird uns nie deutlicher bewusst
als in Situationen, die wir selber nicht in der Hand haben.
So geht es uns momentan mit dem Innenausbau unserer neuen
Schule. Es müssen Materialien - wie Bodenplatten, die
Industrieküche, Lampen und vieles mehr - bestellt werden,
für die das Geld noch nicht da ist. Zuwarten wäre
in vielerlei Hinsicht problematisch. Wenn uns die Sorgen
schlaflos machen möchten, ist es immer wieder notwendig,
den Blick vertrauensvoll auf unseren himmlischen Vater zu
richten. Er weiss, was wir brauchen. Im Glauben haben wir
das Werk begonnen, im Vertrauen wollen wir weitergehen.
Unser himmlischer Vater hat sich bis heute als treu erwiesen.
Deshalb verlieren wir den Mut nicht.
Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie unsere Arbeit in Rumänien
auch weiterhin mit Ihren Gebeten und Gaben unterstützen.
01.02.2010
"Wohl
dem, der barmherzig ist und gerne leiht und das Seine tut,
wie es recht ist!" Psalm 112,,5
Der Winter in Rumänien ist und war teilweise bitterkalt
mit Temperaturen bis Minus 35 Grad. Immer wieder erfrieren
Menschen. Kürzlich wandte sich eine Familie um Hilfe
an uns, die mitten in der Stadt in einem provisorischen
"Zelt" aus Kartons, Folien und Teppichen lebt.
Der Vater ist arbeitslos, die Mutter lungenkrank. Die einzige
Möglichkeit, sich etwas warm zu halten, ist ein Gasherd.
Die Luft in der Behausung ist unerträglich, das Atmen
fällt schwer. Die Familie wohnte 27 Jahre in einem
nationalisierten Haus. Der ehemalige Besitzer bekam es durch
einen Gerichtsentscheid wieder, und die Bewohner wurden
auf die Strasse gesetzt. Wir versorgen die Familie mit Kleidern,
Brot und warmen Mahlzeiten aus der ethos-Küche.
Solche und viele andere Hilfeleistungen sind nur möglich,
weil Menschen ihr Herz und ihre Hände öffnen für
diejenigen, die weniger privilegiert sind als wir. Danke,
dass Sie uns in unserem Bemühen auch weiterhin nach
Ihren Möglichkeiten unterstützen.
01.01.2010
"Von
guten Mächten treu und still umgeben, behütet
und getröstet wunderbar,so will ich diese Tage mit
euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr." Dietrich
Bonhoeffer
Manchmal
lagen die Schwierigkeiten im vergangenen Jahr wie unüberwindbare
Berge vor uns, aber der Herr war und ist treu. Wir staunen
dankbar, dass er immer wieder Menschen rechtzeitig für
einen Einsatz in Craiova bereit gemacht hat. Auch in Bezug
auf die Finanzen erlebten wir sein wunderbares Handeln.
Viele Rumänen erfuhren Hilfe an Leib, Seele und Geist.
Menschen kamen zum Glauben an unseren Herrn.
Ein Evangelist sagte einmal: Christus ist die Nummer eins.
Stellen wir die Eins an die Spitze und fügen nach rechts
hin eine Anzahl Nullen an, so wird die Summe immer grösser,
denn die Eins steht an der Spitze. Setzen wir aber die Nullen
nach links hin an, dass die Eins am Schluss steht, werden
alle diese Nullen bedeutungslos bleiben. Christus ist die
Eins. Wer ihn ans Ende stellt, bleibt eine hoffnungslose
Null. Wer ihn an die Spitze stellt, dessen Leben bringt
Frucht. Was für ein Vorrecht, IHM dienen zu dürfen!
Das
sei auch im neuen Jahr unser Verlangen: In der Abhängigkeit
von unserem Herrn zu leben und zu handeln. Alles im Neuen
Jahr, Freude und Leid, Schönes und Schweres, Erfolg
und Versäumnisse, Menschen und Begegnungen sollen unter
dem Kreuz, dem Zeichen Jesu, stehen. In seinem Namen wollen
wir das neue Jahr beginnen, vertrauend, dass er das Werk
unserer Hände segnet.
01.12.09
"Gib
dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der
etwas von dir borgen will." Jesus in Math. 5, 42
Es
ist für uns eine Ermutigung zu sehen, dass viele unsere
Anliegen im Gebet und mit Gaben mittragen.
Ende November ging die Mitteilung durch die Presse, dass
Rumänien sowohl politisch als auch wirtschaftlich in
einer äusserst kritischen Lage sei. Das haben wir täglich
vor Augen. Der Staat hat Schwierigkeiten, die Löhne
der Staatsangestellten und die äusserst bescheidenen
Renten zu bezahlen. Die Arbeitslosigkeit ist weiter gestiegen
und der Traum von besseren Zeiten durch den Beitritt in
die EU schlug in Ernüchterung um. Täglich werden
wir mit grossen Nöten konfrontiert und um Hilfe gebeten.
Wie könnten wir uns da einfach abwenden?
Martin Buber hat uns ein Rezept geschrieben, das ein armes
Leben reich und ein kaltes Herz warm zu machen imstande
ist: "Wenn einer zu dir kommt und von dir Hilfe fordert,
dann ist es nicht an dir, ihm mit frommem Munde zu empfehlen:
Habe Vertrauen und wirf deine Not auf Gott', sondern
dann sollst du handeln, als wäre da kein Gott, sondern
auf der ganzen Welt nur Einer, der diesem Menschen helfen
kann, du allein!"
01.11.09
"Du
sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
Matth. 22,39
Das
Schicksal des kleinen Augustin mit den verstümmelten
Füssen, das wir Ihnen im letzten Mailing vorstellten,
hat viele erschüttert. Etliche Spender haben sich bereit
erklärt, eine allfällige Operation im Ausland
mitzufinanzieren. Wir sind mit der Mutter in Kontakt und
versuchen herauszufinden, ob Augustin im Ausland überhaupt
geholfen werden kann oder ob es sinnvoller wäre, in
Rumänien einen kompetenten Chirurgen zu suchen und
zu bezahlen.
Momentan ist Augustin in Timisoara im Spital. Er wurde vor
fünf Tagen operiert, da die Eiterbeulen im linken Bein
hochgestiegen waren. Die Wunden wurden gereinigt. Später
ist eine weitere OP fällig. Die Mikroben haben Fleisch
und Knochen angefressen, sodass man einen Teil des Knochens
wegschneiden und die Beine kürzen muss. Nach unseren
Informationen wurde die letzte OP in Craiova nicht richtig
ausgeführt, Teile des befallenen Knochens blieben im
Fuss.
Augustin muss noch länger im Spital bleiben, da er
immer noch Fieber hat und die Wunde offen ist. Ausserdem
haben die Ärzte bei Augustin ein Glaukom diagnostiziert.
Wir werden uns weiter um den Buben kümmern und auch
unsere Spender auf dem Laufenden halten.
Danke, dass Sie uns weiter mit Ihren Gebeten und Gaben im
Bemühen unterstützen, den Bedürftigen in
Osteuropa nach unseren Möglichkeiten zu helfen.
01.10.09
"Wenn
ein Bruder oder eine Schwester Mangel hätte an Kleidung
und an der täglichen Nahrung und jemand unter euch
spräche zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch
und sättigt euch! Ihr gäbet ihnen aber nicht,
was der Leib nötig hat, was könnte ihnen das helfen?"
Jak. 2,15+16
In diesen Herbstmonaten bin ich in ganz Rumänien unterwegs.
In verschiedenen Gemeinden halte ich Vorträge und Predigten.
Zudem informieren wir auch über unsere vielfältigen
Projekte in Craiova. Vieles könnte auch für andere
Gegenden Vorbildcharakter haben.
Unser Ziel ist es zudem, ein Beziehungsnetz aufzubauen.
Neben guten christlichen Lehrern suchen wir auch Rumänen,
die uns in unserer Arbeit weiterhelfen könnten. Nach
wie vor haben wir einen Mangel an einheimischen Christen,
die fähig sind, in verschiedenen Leitungsaufgaben Verantwortung
zu tragen.
Nicht in allen Gegenden Rumäniens ist die Armut so
erdrückend wie im Südwesten, in der wir arbeiten.
Aber überall begegnet einem Lug, Betrug und Korruption.
Ohne geistliche Erneuerung wird dieses Land nie gesunden.
Deshalb ist es so wichtig, dass Gottes Wort in Klarheit
verkündigt wird, damit die Menschen lernen, umzudenken.
Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie für unsere Anliegen
beten, und uns, nach Ihren Möglichkeiten, weiterhin
unterstützen.
01.09.09
"Wer
dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer;
aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott." Sprüche
14,31
Eines unserer ganz grossen Anliegen ist der Schulhausneubau.
Die Bauarbeiten schreiten erfreulich voran. Der zweigeschossige
Holzbau in Rahmenbauweise, der auf das massive Untergeschoss
aufgesetzt ist, wurde abgebunden und montiert. Das Dach
ist eingedeckt, sodass das Gebäude vor der Witterung
geschützt ist. Im Untergeschoss wurden die Fenster
und Türen montiert, zudem ist die Aussenisolation mit
dem Verputz angebracht worden. Im Augenblick sind wir an
der Aussenhülle der beiden Obergeschosse und an der
Montage der Fenster. Mit dem Abschluss dieser Arbeiten erzielen
wir vor dem kommenden Winter eine dichte, isolierende Aussenhülle,
die uns dann erlaubt, während der Wintermonate den
kostspieligen Innenausbau auszuführen, sofern die Mittel
dafür zusammenkommen. Allein vermögen wir nichts,
aber wir vertrauen darauf, dass der Herr Menschen bereit
macht, ihre Hände für die zu öffnen, die
weniger privilegiert sind als wir.