Aktuell:
01.07.10
"Trachtet
zuerst nach Gottes Reich und nach seiner Gerechtigkeit,
so wird euch das alles zufallen. Matth. 6,33
Ihre grosszügigen Spenden für unsere Hilfsprojekte
im Südwesten Rumäniens bedeutet für uns eine
grosse Glaubensstärkung. Wie sonst sollten wir die
vielen unbeschreiblichen Nöte lindern, mit denen wir
uns tagtäglich konfrontiert sehen? Die Tatsache, dass
der Herr immer wieder Menschen bereit macht, ihre Herzen
und Hände für andere zu öffnen, stimmt uns
zutiefst dankbar. Manchmal sind wir mutlos angesichts unseres
Mangels an Geld und unserer Schwachheit. Dann gilt es immer
wieder, auf Gott und seine Zusagen zu schauen.
Die oben genannte Verheissung aus Gottes Wort steht in der
Bergpredigt. "So wird euch das alles zufallen",
hat Jesus versprochen. Aber der erste Teil: "Trachtet
zuerst nach Gottes Reich und nach seiner Gerechtigkeit",
ist die Voraussetzung für Gottes Fürsorge. Wenn
wir seine Sache zu der unseren machen, dann wird er unsere
Sache zu der Seinen machen. Dabei dürfen wir uns immer
wieder bewusst machen, dass es ein grosses Vorrecht ist,
für Gott und sein Reich arbeiten zu dürfen, ob
wir das nun vor Ort oder mit Gaben tun. Beides ist notwendig.
01.06.10
"Dankbare
Menschen sind wie fruchtbare Felder - sie geben das Empfangene
zehnfach zurück." August von Kotzebue
Nicht
nur in Griechenland protestieren die Menschen auf der Strasse,
auch in Rumänien wird es unruhig, denn auch hier brechen
die Finanzen zusammen. Das Land ist total verschuldet. Die
rumänische Regierung erliess nun Notverordnungen. Es
drohen Massenentlassungen im Gesundheitswesen und gnadenlose
Einschnitte ins Renten- und Sozialsystem. Gerade die sozial
Schwächsten werden wieder einmal von den Sparmassnahmen
getroffen.
Im Mai gab es immer wieder Protestmärsche in einer
Dimension, die an die Demonstrationen des Jahres 1989 erinnern.
Ende dieses Monats streiken auch die Lehrer. Tausende von
Rentnern protestieren seit Wochen in Bukarest und andern
Städten. Ihnen droht nicht selten der blanke Hunger
durch die Kürzungen der ohnehin schon mageren Renten.
Die Polizeigewerkschaft appelliert an die Demonstranten
in Bukarest, sich gegen die Regierung zu vereinigen und
die Strassen keinesfalls zu räumen - bis zum Sturz
der Regierung.
Als christliches Hilfswerk sind wir mehr denn je gefordert.
Viele klopfen an unsere Tür und suchen Hilfe an Leib
und Seele. Um in der richtigen, gottgewollten Weise zu helfen,
brauchen wir täglich viel Weisheit. Danke, dass Sie
uns in unserem Bemühen auch weiterhin mit Ihren Gebeten
und Gaben unterstützen.
01.05.2010
"Liebe,
die von Herzen liebt, ist am reichsten, wenn sie gibt;
Liebe, die von Opfern spricht, ist schon rechte Liebe nicht."
Geibel
Vor 10 Jahren haben wir die Stiftung ethos open hands ins
Leben gerufen, nachdem ich hautnah mit der äusseren
und inneren Not der Bevölkerung in Rumänien konfrontiert
wurde. Dankbar blicke ich zurück auf die vergangene
Zeit. Gott hat uns immer wieder sichtbar bestätigt
und gesegnet. Im Glauben haben wir Projekte in Angriff genommen,
die, menschlich gesehen, unrealisierbar waren. Aber der
Herr hat immer wieder Leute wie Sie bewegt, ihre Herzen
und Hände zu öffnen, sodass vielen Kindern, armen
und kranken Menschen geholfen werden konnte.
Der Schulhausneubau ist sicherlich die bisher grösste
Herausforderung. Bis Mitte April konnten wir die vielen
Rechnungen bezahlen. Doch nun befinden wir uns in einem
grösseren Engpass. Der Endausbau verschlingt enorme
Summen. Es ist unser grosses Anliegen, die neue Schule Anfang
September zu eröffnen. Ob dies möglich ist? Wenn
wir in den nächsten Wochen nicht die nötigen Mittel
aufbringen, sind wir gezwungen, einige Mitarbeiter zu entlassen.
Für die Familienväter wäre das eine Katastrophe.
Danke, dass Sie unser Anliegen weiter im Gebet, und, wenn
es Ihnen möglich ist, auch finanziell unterstützen.
01.04.2010
"Seid
barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist." Lukas
6,36
Wenn
ein Mensch keine Hoffnung mehr hat, gibt er sich selbst
auf. In der täglichen Konfrontation mit den vielfältigen
Nöten der Menschen in Südrumänien wird uns
das immer wieder deutlich. Kranke Menschen oder ihre Angehörigen
nehmen, weil sie sich nicht anders zu helfen wissen, Kredite
zu Zinsen auf, die sie niemals zurückzahlen können
und verlieren letztlich alles. Um das Elend zu vergessen,
sucht man Trost im Alkohol. Die Spirale einer ganzen Familie
dreht sich unaufhaltsam nach unten.
Darum darf Hilfe niemals nur äusserlich erfolgen. Immer
wieder dürfen wir erleben, wie Menschen durch die Kraft
des Evangeliums Hoffnung schöpfen und durch die Liebe
Gottes völlig verändert werden. Im Glauben ordnen
sie das, was sie ordnen können und erfahren dabei,
dass der Herr für das andere sorgt. So führt uns
Gott immer wieder zu Menschen, denen wir in vielerlei Hinsicht
auch praktisch helfen können. Diese Hilfe ist nur möglich,
weil Menschen wie Sie ihre Hände und Herzen für
Notleidende öffnen. Danke, dass Sie uns in unserem
Bemühen unterstützen!
01.03.2010
"Die
Wege des Herrn sind lauter Güte und Treue für
alle, die seinen Bund und seine Gebote halten." Psalm
25,10
Unsere
menschliche Hilflosigkeit wird uns nie deutlicher bewusst
als in Situationen, die wir selber nicht in der Hand haben.
So geht es uns momentan mit dem Innenausbau unserer neuen
Schule. Es müssen Materialien - wie Bodenplatten, die
Industrieküche, Lampen und vieles mehr - bestellt werden,
für die das Geld noch nicht da ist. Zuwarten wäre
in vielerlei Hinsicht problematisch. Wenn uns die Sorgen
schlaflos machen möchten, ist es immer wieder notwendig,
den Blick vertrauensvoll auf unseren himmlischen Vater zu
richten. Er weiss, was wir brauchen. Im Glauben haben wir
das Werk begonnen, im Vertrauen wollen wir weitergehen.
Unser himmlischer Vater hat sich bis heute als treu erwiesen.
Deshalb verlieren wir den Mut nicht.
Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie unsere Arbeit in Rumänien
auch weiterhin mit Ihren Gebeten und Gaben unterstützen.
01.02.2010
"Wohl
dem, der barmherzig ist und gerne leiht und das Seine tut,
wie es recht ist!" Psalm 112,,5
Der Winter in Rumänien ist und war teilweise bitterkalt
mit Temperaturen bis Minus 35 Grad. Immer wieder erfrieren
Menschen. Kürzlich wandte sich eine Familie um Hilfe
an uns, die mitten in der Stadt in einem provisorischen
"Zelt" aus Kartons, Folien und Teppichen lebt.
Der Vater ist arbeitslos, die Mutter lungenkrank. Die einzige
Möglichkeit, sich etwas warm zu halten, ist ein Gasherd.
Die Luft in der Behausung ist unerträglich, das Atmen
fällt schwer. Die Familie wohnte 27 Jahre in einem
nationalisierten Haus. Der ehemalige Besitzer bekam es durch
einen Gerichtsentscheid wieder, und die Bewohner wurden
auf die Strasse gesetzt. Wir versorgen die Familie mit Kleidern,
Brot und warmen Mahlzeiten aus der ethos-Küche.
Solche und viele andere Hilfeleistungen sind nur möglich,
weil Menschen ihr Herz und ihre Hände öffnen für
diejenigen, die weniger privilegiert sind als wir. Danke,
dass Sie uns in unserem Bemühen auch weiterhin nach
Ihren Möglichkeiten unterstützen.